Krefeld. Die Schweizer Investoren der Luximo gehen nach den positiven Signalen aus Krefeld davon aus, dass die Genehmigungen für ihre beiden Projekte – Bau einer Ostwall-Passage und Sanierung der Werkkunstschule – Mitte des Jahres vorliegen werden.
Der Baubeginn könnte dann zeitnah sein, aber „Voraussetzung ist eine entsprechende Vorvermietung der zur Verfügung stehenden Flächen“, sagt Christoph Weber von der CWImmobilien Consult Berlin, der für das Krefelder Luximo-Projekt verantwortlich ist.
In den vergangenen Wochen und Monaten war in Krefeld der Eindruck entstanden, dass die Kontakte zwischen Verwaltung und den Schweizer Investoren arg abgekühlt sind – unter anderem auch deshalb, weil man unterschiedlicher Auffassung über die rechtlichen Vereinbarungen war.
„Bei der Werkkunstschule gibt es keine rechtlichen Probleme“
Unter anderem sollte Luximo bei Nichtabriss der Werkkunstschule (WKS) bis Ende 2008 einen Teil der Kaufsumme nachzahlen. Bei der Verwaltung gab man sich entsprechend zugeknöpft. Man habe keine neuen Informationen über die Vorhaben von Luximo, hieß es.
Dem tritt Weber gegenüber der WZ deutlich entgegen: „Wir haben bezüglich der Genehmigung unserer beiden Bauvorhaben regelmäßigen Kontakt zu dem Bau- bzw. Planungsamt der Stadt Krefeld.“
Eine rechtliche Auseinandersetzung gebe es nicht: „Im Kaufvertrag sind beide Varianten für die Werkkunstschule – Abriss und Nichtabriss/Sanierung – vorgesehen.“
Auch die Frage der Büronutzung der WKS sei durch das geänderte Genehmigungsverfahren bis Mitte des Jahres in Aussicht gestellt, sagt Weber. Vor diesem Hintergrund habe man mit Gesprächen zur Vermarktung begonnen. Erste Interessenten seien bereits an die Investoren herangetreten. Die Entwürfe des Krefelder Künstlers Will Cassel für die Fassade sind bereits seit Ende 2008 fertig.
Für die Passage gibt es sogar schon einen Mieter
In den Vermarktungsgesprächen ist man auch für die geplante Passage zwischen Ostwall und Petersstraße: „Es gibt schon einen konkreten Mieter“, so Weber. Für die Werkkunstschule rechnet er mit einer Bauzeit von acht bis zwölf Monaten, bei der Passage ein halbes Jahr länger. Das heißt, die WKS könnte theoretisch Mitte, die Passage Ende 2011 fertig sein.
Im Bauantrag für die Passage spricht Luximo von 4.200 Quadratmetern mit einer Art Markthalle im Erdgeschoss sowie Büros und Dienstleistungen in den oberen Etagen. 20 Millionen Euro wollen die Schweizer dort investieren. Für die Werkkunstschule ist eine Büronutzung geplant.



